Häufige Fragen

Auf dieser Seite beantworten wir Ihnen Fragen, die uns häufig erreichen.

 

Tee Allgemein

Was bedeuten die Blattgrade bei Schwarztee?

Die Blattgrade bezeichnen die Größe der verarbeiteten Teeblätter.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen folgenden Sortierungen:

SFTGFOP1 Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe Grade 1 Diese höchste Blattsortierung zeichnet sich durch einen besonders hohen  Anteil an „tips“ (Special Fine Tippy) aus. Die goldbraunen, ungebrochenen Blätter (Golden Flowery Orange Pekoe) und der Top Blattgrad 1 stehen für höchste Blatt- und Verarbeitungsqualität. Diese teuerste Sortierung ist nicht immer im Handel erhältlich.

FTGFOP1 Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe Grade 1 Diese zweithöchste Blattsortierung zeichnet sich ebenso durch einen hohen Anteil an „tips“ (Fine Tippy) aus. Die goldbraunen, ungebrochenen Blätter (Golden Flowery Orange Pekoe) und der Top Blattgrad 1 stehen ebenfalls für höchste Blatt- und Verarbeitungsqualität.

FTGFOP Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe Diese bei First und Second Flush eben
falls gebräuchliche Blattsortierung besitzt einen hohen Anteil an „tips“ (Fine Tippy) und goldbraune, ungebrochene Blätter (Golden Flowery Orange Pekoe).

TGFOP Tippy Golden Flowery Orange Pekoe Mittlere Sortierung an Darjeeling Tee, mit einem mittleren Anteil an feinen, grünen Tips.

GFOP Golden Flowery Orange Pekoe Eine Rarität in der Sortierung von Darjeeling Tee, mit besonders großen Blättern.

OP Orange Pekoe Die Sortierung, die am häufigsten anfällt, mit einem geringeren Anteil an feinen, grünen Tips und hohem Anteil an ganzen ungebrochenen Blättern

2. Darjeeling Broken Tee (gebrochenes Blatt, broken tea)

FTGFBOP1 Fine Tippy Golden Flowery Broken Orange Pekoe Allerhöchste Qualität an Broken Darjeeling Tee, in reinster, gleichmäßiger Blattsortierung und mit einem besonders hohen Anteil an feinen, grünen Tips.

BOP Broken Orange Pekoe Die Hauptsorte der Broken-Sortierungen bei Darjeeling Tee. Gut verar bei- tetes Blatt mit einem geringeren Anteil an feinen, grünen Tips.

GFOF Golden Flowery Orange Fannings Eine besonders kleine Aussiebung an Broken Darjeeling Tee, die wir für unsere hochwertigen Darjeeling-Teebeutel ausschließlich verwenden. Enthält einen relativ hohen Anteil an feinen, grünen Tips.

Dust Die bei der Blattsortierung übrig bleibenden, feinsten, fast staubähnlichen Blattstückchen (dust = Staub). Wir verwenden diese Sortierung nicht, da sie mit fortschreitender Ziehdauer schnell bitter schmeckt

Wie beeinflußt die Temperatur die gesundheitliche Wirkung von Grüntee?

Vereinfacht könnte die Antwort lauten, dass bei höheren Temperaturen bestimmte Stoffe im Grüntee eher reduziert oder beschädigt werden. Dazu gehören bspw. Vitamine, Antioxidantien, Aminosäuren. Andere Stoffe werden bei höheren Temperaturen in größerem Maße ins Wasser gelöst. Dazu gehören bspw. Oxalsäure, einige Gerbstoffe und Catechine.

Bei niedriger Temperatur ist der Einfluss auf den Grüntee natürlich genau umgekehrt zu sehen und bestimmte Wirkstoffe werden bei zu niedrigen Temperaturen wenig oder kaum ins Wasser abgegeben.

Wie gut ist der Tee in Teebeuteln?

Tja, eine eigentlich leicht zu beantwortende Frage. In den allermeisten Fällen

Ist Koffein in Tee bekömmlicher als in Kaffee?

Koffein in Tee ist im Gegensatz zu Kaffee an Gerbstoffe gebunden. Es wird durch die Aminosäure L-Theanin deutlich verträglicher. In diesem besonderen Wirkstoffmix ist Koffein zuträglich für die Gesundheit (Natürlich immer im Rahmen der Grenzwerte) und seine belebende Wirkung ist nachhaltiger.

 

 

Welche Grüntees haben viel Koffein?

Grüntees mit viel Koffein sind Gyokuro, Matcha und Sencha. Weniger Koffein hat bspw. Bancha und noch weniger Kukicha.

Wo kommt der Tee her?

Ursprünglich kommt Tee aus China. Sehr hochwertige Tees werden aber seit Jahrhunderten auch in Indien und Japan angebaut.

Warum ist Tee von Mensch & Natur besser als andere?

Alle Tees von Mensch & Natur sind aus biologischem Anbau. Das bedeutet aus unserer Sicht, das überprüfbar auf künstliche Hilfsmittel wir Kunstdünger & Pestizide verzichtet wird und stattdessen die Lebendigkeit des Bodens, auf dem der Teebusch wächst, viel Wert gelegt wird.

Zweitens beziehen wir unsere Tees direkt aus den Teegärten. D.h. wir kennen die Teebauern seit vielen Jahren und sie kennen uns. So wissen wir was vor Ort passiert und  verstehen uns ein wenig wie ein verlängerter Vertriebsarm des Teegartens. Durch diese Nähe erhalten wir aber auch immer eine besondere Qualität. So wie ein Freund, der einem immer das Beste bietet.

Und natürlich haben durch unsere eigene Abfüllung die Möglichkeit kleinen Mengen bedarfsgerecht abzufüllen und überaus schonend mit den Tees umzugehen.

Welche Grünteesorten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Es gibt Tausende verschiedene Grünteesorten- qualitäten und -herkünfte. Die wichtigsten lassen sich wie folgt einteilen:

Grüntee aus Japan

Gyokuro

Gilt als edelster, sehr wertvoller Grüntee. Er wächst die letzten Wochen vor der Ernte im Schatten, wird im Frühjahr geerntet und schmeckt kräftig. Sehr fein, tolles Aroma und herrlich Rund.

Matcha

Zu Pulver vermahlener Tencha. Dieser Grüntee wächst im Schatten und wird nach Ernte und Verarbeitung zu Grünteepuler vermahlen. Matcha ist typisch für die tradi­tionelle, japani­sche Teezere­monie.

Sencha Sencha ist das japanische Nationalgetränk, wobei immer mehr Sencha auch aus China kommt. Sencha hat eine frische, grasige Note.

Bancha Ein typisch japanischer Alltagstee mit leichtem, grasigem Geschmack und relativ wenig Koffein. Es gibt ihn auch geröstet als Houjicha und als Genmaicha, wenn gerösteter Reis hizugefügt wird.

Kukicha Aus gesiebten Blattrippen. Feinherb, frisch. Wenig Koffein, da keine Blätter oder Knospen.

Grüntee aus China

Gunpowder Zu Kügelchen gerollter chinesischer Grüntee, herb, kräftig, ergiebig.

Chun Mee Schmeckt herb und leicht rauchig. Wird hauptsächlich im August gepflückt.

Pai Mu Tan Aus ungeöffneten Blattknospen mit silbrig-weißem Flaum, daher auch weißer Tee genannt. Mild-lieblicher Geschmack, relativ teuer. Sehr reich an Polyphenolen.

Grüntee aus Indien

Darjeeling Fruchtig-frischer Tee von den Südhängen des Himalaya-Gebirges.

Assam Eher herbes Aroma in einem honiggelben Aufguss. Auch für hartes Wasser geeignet.

Was ist Chai Tee?

Chai Tee ist ein indischer Gewürztee, der sich in Europa zunehmend zum Trendgetränk entwickelt hat. Chai besteht aus Schwarzem Tee und Gewürzen, wie Zimt, Ingwer, Pfeffer, Nelken und Kardamom. Aber auch Anis, Fenchel, Schokolade oder Muskat können einem Chai Tee besondere Geschmacksnoten verleihen.
Chai Tee wird mit (aufgeschäumter) Milch getrunken.

Eigentlich ist der Begriff „Chai“ in vielen Sprachen nur die Übersetzung des Wortes „Tee“.

Woher kommt das Herbe beim Tee?

Für das Herbe sind so genannte Gerbstoffe, auch Tannine genannt, verantwortlich. Ihnen wird eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darmtrakt zugeschrieben

Was ist der Unterschied zwischen Schwarz- und Grüntee?

Grundsätzlich besteht Tee aus den Blättern, Blattknospen und zarten Stielen des Teestrauchs Camellia sinensis. Dies gilt sowohl für Grünen Tee genauso wie für Schwarzen Tee.

Grüntee unterscheidet sich von Schwarzen Tee durch die Herstellungsweise: Grüntee ist nicht fermentiert.

Was ist eine Ostfriesenmischung?

Die Ostfriesenmischung besteht mindestens zu 50% aus Assam-Tee. Im Geschmack ist die Ostfriesische Mischung überaus kräftig. Die Ostfriesen, die mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 300 Litern Weltmeister im Tee-Trinken sind, genießen sie traditionsgemäß mit „Kluntjes“ (Kandiszucker) und einem „Wulkje“ (Wölkchen) frischer Sahne. Die ostfriesische Mischung ist weit über die Region hinaus beliebt.

Was ist Weißer Tee?

Weißer Tee stammt genauso wie Schwarzer und Grüner Tee vom Teestrauch Camellia sinensis. Seinen Namen verdankt er dem weißlichen Erscheinungsbild. Weißer Tee wird getrocknet und nur minimal verarbeitet, so dass die Blattstruktur weitgehend erhalten bleibt. Insbesondere verbleiben so die feinen Härchen an dem Blatt.
Eine besondere Art des Weißen Tees ist der Pai Mu Tan, der nur in der chinesischen Provinz Fujian hergestellt wird.

 

Teezubereitung

Wie funktioniert ein Kaltaufguss (cold steeping)?

Beim Kaltaufguss wird der Tee nicht mit heißem sondern tatsächlich mit kaltem Wasser aufgegossen. Anschließend muss der Aufguss deutlich länger ziehen. Dafür ist das Ergebnis einfach toll. Je nach Sorte sollte der Kaltaufguss bei Zimmertemperatur ca. 4~6 Stunden ziehen. Dann den Tee ca. 10~12 Stunden – am besten über Nacht – kühlen. Fertig.

 

Wie bereite ich Grüntee richtig zu?

Für die alltägliche Tasse Grüntee kann dabei die folgende Grundregel gelten:

Teewasser kurz aufkochen, etwa 10 Minuten auf 80 bis 70 Grad abkühlen lassen und erst dann über den losen Grüntee gießen.

Bei der Dosierung gilt die Grundregel, 4-5 gehäufte Teelöffel für einen 1 Liter Grüntee zu verwenden.

Die Ziehzeit sollte 2 Minuten betragen.

 

Was passiert wenn ich Grüntee länger ziehen lasse?

Sollten Sie von der grundsätzlich Orientierungsmarke von 2 Minuten abweichen und den Tee länger ziehen lassen – wer vergießt nicht mal im Alltag, dass er Tee gerade aufgegossen hat – dann gelangen mehr Gerb- und Bitterstoffe in den Tee. Auf den Koffeingehalt als gewünschten Muntermacher hat das hingegen einen größeren Einfluss. Das Koffein gelangt bereits nach einer halben Minute in den Aufguss.

Wie ist das optimale Wasser für Tee?

Grundsätzlich ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Wasserqualität sehr gut. Häufig schneidet sogar Leitungswasser besser als Wasser aus der Flasche ab, da es viele wertvolle Stoffe enthält.

Regional ist der Grad der Wasserhärte gerade in Großstädten wie Berlin, Köln oder München sehr hoch. Hartes Wasser hat unerwünschte Nebenwirkungen, wie bspw. ein dunkler Film auf dem Tee oder dunkle Ränder in der Tasse. Hartes Wasser beeinträchtigt zudem den Tee-Geschmack negativ. Ist das Wasser in Ihrer Stadt zu hart, empfehlen wir Wasserfilter oder Wasser aus der Flasche.

Kann man fertigen Grüntee warmhalten?

Schwarz- und Kräutertees werden häufig auf einem Stövchen gewärmt. Kann man auch Grüntee auf einem Stövchen warm halten?

Grüntee sollte immer “frisch” getrunken werden. Sie sollten ihn nie erhitzen oder warmhalten. Denn selbst bei geringer Wärmezufuhr würde einige wichtige Inhaltsstoffe im fertigen Grüntee zerstört werden.

Tee-Ei, netz oder Papierfilter, was ist zu empfehlen?

Baumwollnetze bieten den Vorteil, dass sie sehr groß sind und sich die Teeblätter entsprechend entfalten können. Da jeder Tee seine Spuren hinterlässt empfehlen wir, für unterschiedliche Tee-Sorten eigene Netze zu verwenden.

Eine gute Alternative zu den Netzen sind Filtertüten aus Papier. Sie sind hygienischer als Baumwollnetze, in der Handhabung sehr praktisch und können einfach entsorgt werden.

Tee-Eier sind nicht ganz so gut geeignet, da sie die Teeblätter viel zu sehr einengen. Sie sollte man höchstens einsetzen, wenn man nur sehr wenig Tee nimmt.

 

Teeherstellung

Wie wird Jasmintee hergestellt?

Unmittelbar nach der Ernte müssen die Jasminblüten verarbeitet werden. Es können nur Jasminblüten benutzt werden, die in der Teefarm wachsen, denn für die Herstellung können nur ganz frisch geerntete Jasminblüten benutzt werden. Diese müssen in der Nacht gepflückt werden, weil nachts die Intensität der ätherischen Öle am stärksten ist. Deshalb können auch keine Jasminblüten benutzt werden, die einen Transport von mehreren Stunden hinter sich haben.

Zur konkreten Aromatisierung des Tees werden anschließend die Jasminblüten in Gaze – Behältnisse gepackt. Die Gaze verhindert, dass Jasminblüten in direkten Kontakt mit dem Tee kommen.

Man legt eine Schicht in Gaze gepackte Jasminblüten aus, darüber eine Schicht Tee, über den Tee wieder eine Schicht in Gaze gepackte Jasminblüten usw.

Von Mitternacht, bis zum nächsten Tag mittags 12 Uhr übertragen sich dann die ätherischen Öle der Jasminblüten auf und in den Tee. Dann wird unter Zufuhr von Luft aus Ventilatoren das Ganze getrocknet.

Nach der Trocknung, wiederum gegen Mitternacht, werden die nun trockenen Jasminblüten durch wiederum frisch geerntete Jasminblüten ersetzt und der Prozess der Aromatisierung beginnt von neuem. Für unseren Jasmine Tee wird 3 bis 5mal aromatisiert.

Sobald der Jasmintee den gewünschten Jasmin-Gehalt erreicht hat, ist der Tee fertig und kann in verschiedene Blattgrade sortiert werden.

Pro Aromatisieriungsschritt werden für 100 kg Tee, das ätherische Öl von ca. 35kg Jasminblüten. Wird der Tee insgesamt 5mal aromatisiert, werden dafür ca. 160kg Jasminblüten benötigt.

Wie wird aus dem Tee-Blatt Schwarztee hergestellt?

Die Verarbeitung von frisch gepflückten Blättern zu Schwarztee basiert auf den nachfolgenden sechs Schritten.

Das Withering: Zunächst wird das frisch geerntete Blatt auf den Trockentischen sehr gleichmäßig in dünnen Schichten verteilt. Über Nacht wird diesen Teeblättern 75 Prozent Feuchtigkeit entzogen. Sie sollen sich etwas trockener als ein fest ausgepresster Schwamm anfühlen, das ist das Ziel. Riesige Ventilatoren und sensibel geschürte Feuer sorgen dafür, dass dieses Ziel bei feuchter, kalter oder trockner und warmer Witterung bis zum nächsten Morgen erreicht wird.

Das Rolling: Beim Rolling wird der angetrocknete Tee gut 20 Minuten in der Rolling-Maschine gewalkt. Dabei werden die Zellinnenwände der Blätter aufgebrochen, so dass Zellsaft austreten kann. Das ist wichtig für die anschließende Fermentation. Beim Rolling dürfen die Blätter nicht matschig werden und auch die äußere Blatthaut darf nicht zerstört werden.

Die Fermentation: Die Teeblätter werden auf dünnen Blechen der Luft ausgesetzt. Dabei oxidiert der Zellsaft mit dem Sauerstoff der Luft, der Tee fermentiert. Zwischen 30 und 120 Minuten dauert dieser Prozess. Dabei „schnüffeln“ die Prüfer alle paar Minuten den Rohtee, um zu erspüren, wie weit die Fermentation vorangeschritten ist. Sobald das richtige Maß zwischen
fruchtiger Süße und herbem Feuer erreicht ist, wird die Fermentation abgebrochen und der Rohtee kommt in die Trocknung.
Nur Schwarztee wird fermentiert. Bei Grüntee wird dieser Schritt ausgelassen.

Die Trocknung: In 21 bis 29 Minuten wird der Tee abschließend auf 3 Prozent Restfeuchte heruntergetrocknet. Dabei wird in einem Ofen offenes Feuer geschürt, das über ein Lüftungssystem in den Trockenofen gelangt. Zu viel Feuer macht den Tee scharf und bitter, hier dürfen nur die erfahrensten Kräfte ans Werk! Der Tee ist nun ohne Qualitätsverlust lagerfähig.

Das Sieben: Der Tee wird aufwändig von Maschinen und von Hand in die verschiedenen Qualitätsstufen, die so genannten Blattgrade, gesiebt.

Die Verkostung / Qualitätskontrolle: Nach dem Sieben werden die einzelnen Qualitätsstufen verkostet, um die Blattgrad der jeweiligen Teecharge genau festzulegen.

Wie wird Grüner Tee hergestellt?

Wesentliche Herstellungsschritte bei Grünem Tee sind das Dämpfen (japanische Methode) oder Rösten (chinesische Methode) des frischen Blattguts, durch das die grüne Farbe der Blätter erhalten bleibt. Darauf folgen das Rollen, das Trocknen und das Sortieren.